Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Viele Menschen haben Fragen zu ADHS, Autismus und zu Diagnostik und Psychotherapie – vielleicht du auch. Wir haben die häufigsten hier gesammelt, damit du schnell Klarheit bekommst.

Fehlt etwas? Am Ende der Seite kannst du uns deine Frage stellen.

Autismus

Autismus ist eine neurobiologische Normvariante. Schwierigkeiten entstehen oft dort, wo autistische Bedürfnisse auf eine vorwiegend neurotypisch gestaltete Umwelt treffen.

Autismus ist keine Krankheit und keine psychische Störung im engeren Sinne.

Autistisches Sein ist sehr vielfältig. Häufig geht es um Unterschiede in sozialer Interaktion, Kommunikation, Routinen, Wahrnehmung und Reizverarbeitung – wie genau sich das zeigt, ist individuell.

Hinweise auf Autismus können sein: Soziale Interaktionen sind herausfordernd, Routinen geben Sicherheit, hohe Sensibilität gegenüber Reizen, intensive Spezialinteressen.

Viele Anforderungen des Alltags sind nicht auf autistische Bedürfnisse abgestimmt. Das ständige Anpassen kann sehr anstrengend sein und langfristig erschöpfen.

Maskieren heißt, autistische Bedürfnisse oder Verhaltensweisen zu verbergen, um dazuzugehören. Das kann kurzfristig helfen, kostet aber viel Kraft und erschwert oft den Zugang zum eigenen Erleben.

Ja, autistisches Sein zeigt sich bei Frauen und nicht-binären Personen oft anders als in klassischen, männlich geprägten Beschreibungen und wird daher häufiger übersehen.

Ja und daraus können Überschneidungen und Wechselwirkungen entstehen. Eine gute diagnostische Abklärung berücksichtigt alle Bereiche.

Wenn du Klarheit suchst, dich häufig überfordert fühlst oder bisherige Erklärungen für Schwierigkeiten und Belastungen nicht passen – oder wenn du eine formale Diagnose für Studium, Arbeit oder Unterstützungsangebote brauchst.

ADHS

ADHS ist eine neurobiologische Normvariante – keine Krankheit oder psychische Störung im engeren Sinne. Menschen mit ADHS nehmen ihre Umwelt anders wahr, verarbeiten Informationen anders und reagieren oft schneller und intensiver.

Viele Anforderungen im Alltag sind auf neurotypische Menschen zugeschnitten. Wenn diese nicht zu den eigenen Bedürfnissen und Eigenschaften passen, können Stress und Überforderung entstehen

ADHS kann sich zum Beispiel in Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, innerer Unruhe, Impulsivität oder intensiven Emotionen zeigen. Wie genau das aussieht, ist sehr individuell.

Nein. Manche Menschen mit ADHS erleben vor allem innere Unruhe oder starke Gedankensprünge, ohne äußerlich besonders aktiv zu wirken.

ADHS beeinflusst die sogenannte Exekutivfunktion – also die Fähigkeit, Aufgaben zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und dranzubleiben. Dadurch fällt es Menschen mit ADHS häufig schwerer als anderen, Aktivitäten und Aufgaben zu planen und zu organisieren.

Ja, ADHS-Phänomene können je nach Situation, Umfeld, Stresslevel und Interesse stärker oder schwächer ausgeprägt sein.

ADHS zeigt sich bei Frauen und nicht-binären Personen oft anders als in klassischen, männlich geprägten Beschreibungen und wird daher häufiger übersehen.

Ja, ein Selbsttest kann helfen, dein Erleben einzuordnen. Er ersetzt keine Diagnostik, kann aber Hinweise liefern, ob eine Abklärung sinnvoll ist.

Wenn du dir Klarheit wünschst, dich im Alltag häufig überfordert fühlst, bisherige Erklärungen für deine Schwierigkeiten nicht greifen – oder wenn du eine formale Diagnose für Studium, Arbeit oder Unterstützungsangebote brauchst.

Zudem ist eine formale Diagnose die Grundlage für die Verschreibung von ADHS-Medikamenten.

Diagnostik

Eine Diagnose kann helfen, Zusammenhänge zu verstehen, wenn sich das Leben oft schwer oder „anders“ anfühlt. Sie schafft Orientierung und kann Schritte in eine stimmigere Richtung ermöglichen.

Zum Beispiel, wenn du dich in Beschreibungen zu Autismus oder ADHS wiederfindest, dich im Alltag häufig überfordert fühlst oder bisherige Erklärungen für deine Schwierigkeiten nicht passen.

Die Diagnostik wird von erfahrenen Psychotherapeut*innen durchgeführt, die speziell in Autismus, ADHS und verwandten Themen geschult sind. Sie arbeiten wissenschaftlich fundiert und berücksichtigen gleichzeitig deine individuelle Lebensrealität.

Wir verbinden wissenschaftlich fundierte Verfahren mit einem Blick auf deine individuelle Lebensrealität – respektvoll, differenziert und ohne zu bewerten.

Der Prozess ist klar strukturiert und dauert in der Regel vier bis sechs Wochen – von der ersten Kontaktaufnahme über Gespräche und Fragebögen bis zum Befundbericht.

ADHS-Diagnostik: 4 Sitzungen

Autismus-Diagnostik: 5 Sitzungen

Kombinierte Diagnostik: 8 Sitzungen

Ja, nach Abschluss der Diagnostik erhältst du innerhalb von zwei Wochen einen ausführlichen Befundbericht.

Diesen kannst du bei Bedarf bei Ärzt*innen, Bildungseinrichtungen oder Behörden vorlegen.

In begründeten Ausnahmefällen ja – zum Beispiel bei großer räumlicher Distanz oder gesundheitlichen Einschränkungen. Das prüfen wir individuell.

Die wichtigsten Teile finden vor Ort statt, ergänzende Termine per Videosprechstunde. So bleibt die Diagnostik persönlich und gleichzeitig flexibel.

Vor Beginn erhältst du eine transparente Kostenübersicht, damit du genau weißt, welche Kosten entstehen.

Nach Abschluss der Diagnostik erhältst du eine Rechnung.

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten in der Regel ganz oder teilweise – abhängig von deinem Tarif.

Wenn du gesetzlich versichert bist, können wir dir aktuell leider nur anbieten, dass du die Kosten selbst übernimmst.

Psychotherapie

Wir arbeiten vor allem verhaltenstherapeutisch. Dieses Verfahren ist gut erforscht und hilft dabei, konkrete Veränderungen im Alltag umzusetzen. Wir integrieren dabei Methoden und Techniken aus anderen therapeutischen Verfahren und Ansätzen.

Die Psychotherapie wird von qualifizierten Psychotherapeut*innen durchgeführt, die viel Erfahrung mit Autismus und ADHS haben. Sie begleiten dich respektvoll und individuell auf deinem Weg.

Wir berücksichtigen Autismus und ADHS in allen Aspekten der Therapie, schaffen einen sicheren Rahmen und helfen dir, dein eigenes Erleben besser zu verstehen.

Unser Ziel ist es nicht, dich zu "optimieren" oder "anzupassen" – sondern dich dabei zu unterstützen, mehr im Einklang mit dir zu sein.

Eine Kurzzeittherapie umfasst in der Regel 24 Sitzungen, eine Langzeittherapie etwa 60 Sitzungen. Sitzungen finden meist wöchentlich statt und dauern 50 Minuten.

In begründeten Ausnahmefällen ja – etwa bei gesundheitlichen Einschränkungen oder großer räumlicher Distanz. Das prüfen wir individuell.

Die ersten Sitzungen finden vor Ort statt, weitere Termine können – je nach deinem Anliegen und deiner Situation – teilweise oder vollständig per Videosprechstunde erfolgen.

Private Versicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten in der Regel ganz oder teilweise – auch abhängig von deinem Tarif.

Gesetzlich Versicherte können ein Kostenerstattungsverfahren beantragen – dabei kann dich unser Kooperationspartner Tepavi unterstützen.

Kosten & Abrechnung

Sowohl Diagnostik als auch Psychotherapie sind bei uns Privatleistungen.

Für Psychotherapie können gesetzlich Versicherte ein Kostenerstattungsverfahren beantragen – dabei kann dich unser Kooperationspartner Tepavi unterstützen.

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten für Diagnostik und Psychotherapie in der Regel ganz oder teilweise – abhängig von deinem Tarif.

Für Psychotherapie kann ein Kostenerstattungsverfahren beantragt werden, wenn kein Therapieplatz mit Kassenzulassung verfügbar ist. Dabei kann dich unser Kooperationspartner Tepavi unterstützen.

Die Diagnostik erfolgt als Selbstzahlerleistung.

Ja. Vor Beginn der Diagnostik oder Psychotherapie erhältst du eine transparente Kostenübersicht, damit du Planungssicherheit hast.

Alle Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP) abgerechnet. Diagnostik wird nach Abschluss in Rechnung gestellt, Psychotherapie in der Regel quartalsweise.

Diagnostik und Therapie per Video

Ja, in begründeten Ausnahmefällen. Zum Beispiel, wenn du aufgrund deines (psychischen) Gesundheitszustands nicht in die Praxis kommen kannst, keine passende Praxis in deiner Nähe verfügbar ist oder die Wartezeiten unzumutbar lang sind.

Bei einer hybriden Variante finden die wichtigsten Termine – bestimmte Teile der Diagnostik und wir Behandlungsplanung – vor Ort statt. Weitere Sitzungen können dann teilweise oder vollständig per Videosprechstunde durchgeführt werden.

Schreibe uns in deiner Anfrage möglichst genau, warum eine Durchführung per Videosprechstunde notwendig ist und wie deine aktuelle Situation aussieht. Wir prüfen dann individuell, ob eine Diagnostik oder Psychotherapie per Videosprechstunde oder alternativ eine hybride Lösung möglich ist.

Ja, sowohl Diagnostik als auch therapeutische Inhalte und Prozesse werden per Videosprechstunde  genauso strukturiert wie vor Ort. Der persönliche Austausch bleibt zentral, nur die Art der Durchführung ändert sich.

Interesse an einer Diagnostik oder Psychotherapie bei Keavi?

Hier erfährst du mehr über den Ablauf und die Kosten – und was unsere Angebote besonders macht.

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Kein Problem. Wenn du noch etwas klären möchtest oder unsicher bist, melde dich gern bei uns. Du kannst uns über das Kontaktformular schreiben oder uns eine E-Mail senden. Wir melden uns zeitnah bei dir zurück.